Das Restaurant mit der "Frische Küche"

Das Jagdhaus hat eine lange Tradition am Ossenheimer Wäldchen.

1745

Wilhelm Carl Ludwig Graf zu Solms-Rödelheim lässt das Jagdhaus erbauen. Der Jäger in Pension erhält damit ein Sitz nahe seines Jagdreviers im Amt Nieder-Wöllstadt, von seiner Residenz Rödelheim aus, eines der größten Jagdflächen seiner Grafschaft. Im erbauten Gehöft zieht der gräfliche Jäger und Förster Heinrich Weiß als Aufsichtsperson ein. Eine Gastwirtschaft darf der Jäger noch nicht erbauen.

1762

Das Jagdhaus ist nahe der Schlacht am Johannisberg am 30.08.1762 Zeuge, als die Alliierten mit ca. 1000 Reiter gegen Franzosen kämpfen. Hierbei fallen Kanonenkugeln am Jagdhaus nieder ohne es zu zerstören.

1785

Im Juni 1785 erhält Gottfried Asmus (zuständiger Jäger für diese Region) für eine Gebühr von anderthalb Gulden, am 2. Juli "Schießen und Musik"  zu halten. Ebenso erhält er die Genehmigung für "Weinzapf" im Jagdhaus für eine Gebühr von 6 Gulden. Danach wird das erste Mal mit dem Wirt Hörres aus dem Ort die Erlaubnis "Musicanten halten zu dürfen" ausgeführt und in der Folge 1787 und 1789 wiederholt am dritten Pfingsttag.

1796-1798

Nach der historischen grössten Schlacht in der Wetterau am 10. Juli 1796 zwischen der Kaiserlichen und der französischen Sambre-Maas-Armee liegt die Region in der Besatzung der Franzosen. Diese feiern unter General Ney am 22.09.1797 den Nationalfeiertag des fränzösischen republikanischen Kalennders. Hier soll mit Feuerwerk das erste Mal im Wäldchen gefeiert worden sein. Dies wird 1798 wiederholt mit Kanonenfeuer unter der Anwesenheit von General Ghampionnet.

1807

Am 6. Mai 1807 genehmigt Graf Volrat zu Solms-Rödelheim die Ossenheimer Wäldchestage. Die Wirtschaft von Asmus entwickelte sich aufgrund weiterer Genehmigungen zum bedachten Tanzsaal weiter.

1827

Übernimmt nach dem Tod von Gottfried Asmus der bedeutende Jäger-Wirte im Jagdhaus Ludwig Karl Friedrich Aehle das Jagdhaus und lässt es erblühen. Es entstehen neben der Tanzhalle, die Trinkhalle und die Büfetthalle. Neben den Pfingsttagen im Wälchen wird einmal im Monat zusätzlich im Wäldchen gefeiert.

1866-1885

Der Nachfolger Korndörfer übernimmt Jagdrevier und Jagdhaus. Seine Witwe darf nach dem Tode Korndöfers das Jagdhaus mit der Bewirtschaftung weiterführen für 50 Mark jährliche Pacht.

1907

Für ca. 30 Jahre folgt die Familie Bär-Walther in der Bewirtschaftung des Jagdhauses.

1910

Besucht Großherzog Ernst Ludwig, Zar Nikolaus II und weiter Gäste das Ossenheimer Wäldchen.

1938

Es folgt nun als Bewirtschafter des Jagdhauses die Familie Schäfer für fast 60 Jahre. Der Saalbau verbleibt jedoch der Familie Walther.

1967

Der Wäldchestag wird durch Ossenheimer Vereine ausgetragen und wird dadurch wieder eine Großveranstaltung.

2000

Durch den Roman von Andreas Maier "Wäldchestag" wird der Ossenheimer Wäldchestag deutschlandweit bekannt.

2003 bis heute

Das Jagdhaus und der Saallbau werden Sabine Schmidt übernommen und kernsaniert. Aus dem einstigen Restaurant wird eine Sterneküche entwickelt. Es entstehen drei Gourmetbereiche. Ein feines Zimmer für romantische Abende, eine Wirtstube mit Stammtisch und Holztischen sowie ein "grünes Zimmer" als Wildzimmer gestaltet. Der Außenbereich wird komplett neu angelegt und es entstehen bis zu 400 Außenplätze. Die Küche entwickelt sich weiter zur "Frischen Küche" und lädt vor allem zu großen Festen und gutem Essen ein.